TN-NETZÜBERWACHUNG IM HAUPTBAHNHOF DÜSSELDORF

TN-Netzüberwachung im Hauptbahnhof Düsseldorf

 

Eine schriftliche Ausarbeitung des Instituts für Bahntechnik aus dem Jahr 2012 stellte fest, dass die Erdungs- und Potenzialausgleichsanlage des Kölner Hauptbahnhofs erhebliche Mängel im Bereich der Elektrotechnik aufwies. Nachforschungen haben belegt, dass fundamentale Gebäudeteile des Hauptbahnhofs in Köln nicht nur augenscheinlich korrodieren, sondern das die vorgefundenen Beschädigungen bereits einen Materialabtrag zur Folge haben. Im weiteren Verlauf der Ursachenforschung wurde ein unplanmäßig hoher Anteil an so genannten „vagabundierenden Strömen“ im Schutzleiter- und Erdungsnetz und somit in den infrastrukturellen Teilen des Gebäudes festgestellt. Diese Art der Problematik führte dazu, dass die objektinternen Verbindungsstellen der tragenden Gebäudestruktur, sowie die Verrohrungen für Wasser- und Gasleitungen des Kölner Hauptbahnhofs durch die sogenannte „elektrochemische Korrosion“ angegriffen und in Mitleidenschaft gezogen wurden. Diese Störströme können kleinere Leckagen in Rohrsystemen bewirken. Auf langer Sicht können jedoch auch hohe Beschädigungen und Abtragungen an infrastrukturellen Gebäudeteilen entstehen.

Durch die veröffentlichten Bedenken des Eisenbahn Bundesamts, im Zusammenhang mit dem Schreiben des Instituts für Bahntechnik und der stetig ansteigenden Gewichtung der beschriebenen Problematiken, wurde innerhalb des DB-Konzerns ein Pilotprojekt im Rahmen der Weiterbildung zum staatl. geprüften Techniker der Werner-von-Siemens-Schule in Köln-Deutz aufgestellt.
Mit dem erweiterten Projektziel der detaillierten Ursachenanalyse und Konzipierung einer Netzüberwachung mit Grenzwertkontrolle. Nach erfolgreicher Einführung und Erprobung der umfassenden Netzanalyse im Düsseldorfer Hauptbahnhof sollen langfristig alle Verkehrsstationen der Kategorie 1 mit netzüberwachenden Elementen ausgerüstet werden.
Der Düsseldorfer Hauptbahnhof ist vergleichsweise wie der Bahnhof in Köln, ein Verkehrsknotenpunkt im Zentrum der Stadt. Mit gebäudetechnischen Anbindungen an verschiedenartige Netzstrukturen. Es fließen Ströme in unterschiedlich hohen AC/DC-Anteilen in diversen Frequenzen über das Erdungs- und Potenzialausgleichssystem des Gebäudes. Diese rückführenden bzw. vagabundierenden Ströme sorgen langfristig für Störungen der Steuer- und Elektrotechnik, sowie der beschriebenen Materialbeschädigungen durch elektrochemische Korrosion.